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Leipziger Münzhandlung Heidrun Höhn
Auction 88  27-28 Oct 2017
Presale bidding closes in 8 days 22 hr 27 min

Lot 2067
  EUR
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Estimate: 20000 EUR
Minimum bid: 18000 EUR

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Sachsen-Kurlinie ab 1486 bis 1547 (Ernestiner)
Friedrich III. der Weise 1486-1525 Doppelter Guldengroschen o.J. Nürnberg Auf seine bestehende Generalstatthalterwürde. Erhabenes Brustbild mit Drahthaube und mit Schriftzug IHS MARIA auf Brust nach rechts, FRID DVX SAX ELECT IMPER QVE LOCVM TENENS GENERAL / Nimbierter Adler mit Brustschild nach links, MAXIMILIANVS ROMANORVM REX SEMPER AVGVSTVS: Münzmeister Hans Kraft, Nürnberg. Nach einem Entwurf von Lucas Cranach. 49,50 mm, 55,77 g Keilitz 70.3 Schnee 31 Davenport 9700 Slg. Merseburger - Sehr seltenes und historisch interessantes Exemplar. Feine Patina, kl. Randfehler, fast vorzüglich/vorzüglich

Diese prachtvolle Renaissanceprägung wurde anlässlich der Generalstatthalterwürde Friedrichs III. des Weisen ausgegeben. Sie wurde dem Kurfürsten am 8. August 1507 von König Maximilian I. von Habsburg auf dem Reichstag von Konstanz übertragen. Nach der Rückkehr Maximilians I. von seiner 1508 in Trient erfolgten Wahl zum Römisch-Deutschen Kaiser erlosch das Statthalteramt Friedrichs des Weisen. Dennoch wurde ihm honoris causa gestattet, jenen Titel beizubehalten und bis zu seinem Tode weiterzuführen. Somit lässt sich das hier vorliegende Exemplar in eine Serie repräsentativer und historisch interessanter Prägungen einordnen, die durch ihre bestechende Kunstfertigkeit in der Portraitkunst zu Recht ihren Platz in der kunsthistorischen Betrachtung der deutschen Renaisance einnehmen dürfen. Neben den undatierten Stücken, sind uns ebenfalls auch Exemplare der Jahre 1512, 1514, 1518 und 1519 bekannt, die diesen Ehrentitel auf besondere Weise unterstreichen. Die Stempel zu unserem Stück stammen von Hans Kraft, der von 1509 bis 1514 und von 1518 bis 1523 in Nürnberg als Münzmeister arbeitete. Der Entwurf zu dieser Medaille stammt von Lucas Cranach, dem berühmten deutschen Renaissancemaler, der 1505 durch Friedrich den Weisen an den kursächsischen Hof berufen wurde. Insgesamt stellt dieses Stück ein besonderes Zeugnis sowohl von historischer, als auch kunsthistorischer Bedeutung dar.
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