NumisBids
Your Portal for Coin Auctions
  
Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG
Auction 301  1 Feb 2018
View prices realized

Lot 784

     Find similar lots
Estimate: 10 000 EUR
Price realized: 13 000 EUR

Email Print
DIE STADT GÖTTINGEN. Mitte des Jahres 1622 kam es zu einer Neuordnung des Münzwesens bzw. der Restaurierung der Verhältnisse von 1572 nach der verheerenden Kipper- und Wipperzeit. Es wurde eine solche Masse an gutem Kleingeld ausgeprägt, daß im Folgejahr der Bedarf bereits gedeckt war. So wurde auf das Großsilber zurückgegriffen und ab 1624 auch in Göttingen erstmals der Taler nebst Teilstücken hergestellt. Anstelle des G befindet sich auf dem Avers das gekrönte, behelmte und mit Ranken verzierte große Stadtwappen auf einem Schild. Goldmedaille zu 25 Dukaten 1785, von E. Burch. Prämie der Georgia-Augusta-Universität. Büste Georgs III. von Braunschweig-Calenberg-Hannover r. mit Lorbeerkranz//Ein geflügelter Genius steht v. v., den Kopf nach r. gewandt, und lehnt sich auf einen Schild mit der Aufschrift: INGENIO ET STVDIO (für Begabung und Fleiß), der auf einem Podest mit dem Medaillon Georgs II. von Hannover steht, im Abschnitt zwei Zeilen Schrift. 50,52 mm; 85,86 g. Brockmann 1004; Laverrenz 189.
GOLD. RR Vorzüglich-Stempelglanz
Exemplar der Slg. Vogel, Hamburg, Teil 3, Auktion Fritz Rudolf Künker 221, Osnabrück 2012, Nr. 8258.
Innerhalb der welfischen Territorien hatte es bis ins 18. Jahrhundert nur die 1576 durch Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1568-1589) gestiftete Universität Helmstedt (Academia Julia Carolina helmstadiensis) gegeben. Die "Georgia-Augusta-Universität" in Göttingen wurde 1734 von Georg II. für das Kurfürstentum Hannover gestiftet. Am 17. September 1737 erfolgte die feierliche Eröffnung, nachdem im Jahre zuvor das kaiserliche Privilegium erteilt worden war. Eine ausführliche Erzählung über die Proklamation des Göttinger Lehrkörpers und eine namentliche Liste der Gründungsmitglieder ist in Köhlers Münzbelustigungen (Bd. 9, S. 298 ff.) abgedruckt, der selbst ein Mitglied der Philosophischen Fakultät wurde. Medailleur des vorliegenden Stücks war Edward Burch (ca. 1730-1814), der u.a. für den Duke of York, sowie für die Könige von England und Polen Stempel schnitt. Bei seinen Motiven bediente er sich gerne antiker Vorlagen und religiöser Motive (vgl. Forrer, Vol. VII, London 1923, S. 136-138 - die vorliegende Medaille erwähnt auf S. 138). In der Autobiographie des Bischofs von Worcester, Richard Hurd (1720-1808), findet sich ein interessanter Hinweis auf die Göttinger Prämienmedaille von 1788 (Brockmann 1005), die ebenfalls von Edward Burch gestaltet wurde: "March 13, 1788, a fine gold Medal was this day given me by his Majesty at the Queen's House. The King's head on one side. The Reverse was taken from a seal of mine, which his Majesty chanced to see, and approved. The Die was cut by Mr. Burch, and the Medal designed for the annual Prize-Dissertation on Theological Subjects in the University of Göttingen."
Question about this auction? Contact Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG