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Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG
Auction 305  20-21 Mar 2018
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Lot 3539

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Estimate: 50 000 EUR
Price realized: 48 000 EUR

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DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN

SPEZIALSAMMLUNG DORTMUND. DIE STADT DORTMUND. Münzen aus der Zeit des Kaisers Leopold I. Reichstaler 1698, mit Titel Leopolds I. 29,32 g. Außen: • MONETA • NOVA . CIVIT • IMPER • TREMONIENSIS • Innen: È DOMINE • CONSERVA • NOS • IN • PACE È Reichsadler, den Kopf nach l. gewandt, unter seinem rechten (heraldisch gesehen) Flügel das Münzzeichen gekreuzte Zainhaken zwischen N - L (Kürzel des Münzmeisters Nikolaus Longerich), unter dem (heraldisch) linken Flügel die Jahreszahl 1698, wobei die 8 der Jahreszahl im Stempel aus einer 5 umgeschnitten wurde//LEOPOLDVS D G ROMAN - IMPER • SEMP • AVGVST Geharnischtes Brustbild des Kaisers Leopold I. r. mit Lorbeerkranz, umgelegtem Mantel und der Kette des Ordens vom Goldenen Vlies. Berghaus 220 ("verschollen"); Dav. 5227 (dort ohne Abb.); Meyer 130.
Von größter Seltenheit, wahrscheinlich 2. bekanntes Exemplar.
Herstellungsbedingte kl. Randfehler, vorzügliches Exemplar
Der Taler 1698 gehört zu den großen Seltenheiten unter den Dortmunder Münzen. Berghaus erwähnt in seiner 1978 erschienenen Arbeit "Die Münzen von Dortmund" unter Nr. 220, daß in der Sammlung Kaselowsky, Auktion Rosenberg, Hannover 1907, ein Taler Dotmunds von 1698 versteigert wurde. Da das Stück im Katalog Kaselowsky nicht abgebildet war, kann man heute nicht beurteilen, ob unser Stück das Exemplar der Sammlung Kaselowsky ist. Bei Dr. Peus Nachfolger, Auktion 415, November 2015, Nr. 973, der Provenienz unseres Stückes, werden dazu keine Angaben gemacht. Berghaus bildet in seinem Werk die Zeichnung einer ungedruckten Quelle ab, die unser Stück korrekt darstellt (Joh. Christ. Beurhaus, Collectanea wegen der Dortmundischen Müntze. Ehem. Stadtarchiv in Dortmund, im Krieg untergegeangen). Es bleibt auf jeden Fall festzuhalten, daß dieser Dortmunder Taler von 1698 sich stark von dem bei Berhgaus unter der Nr. 219 beschriebenen Taler von 1695 unterscheidet und die Vermutung von Berghaus falsch ist, daß Joh. Christ. Beurhaus bei der Zeichnung des Talers von 1698 einen Irrtum begangen habe. Unser Stück belegt vielmehr die Existenz dieses völlig eigenständigen Typs.

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