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Hellmuth Kricheldorf Verlag e.K.
Auction 49  20-21 Feb 2017
Presale bidding closed

Lot 855

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Estimate: 10000 EUR

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RÖMISCH DEUTSCHES REICH. Haus Habsburg.
Erzherzog Sigismund „Der Münzreiche", 1477 - 1496.
Guldiner (Uncialis) 1486, Hall (Tirol).
Stempel von Wenzel Kröndl.
Der Erzherzog im vollen Harnisch und Mantel von vorne. Zu den Seiten der österreichische Bindenschild und ein Turnierhelm.
Rv.: Turnierritter mit wehender Helmdecke und Fahne n.r., im Kreis aus 16 Wappen. Darunter Jahreszahl.
M./D. 89; M./T. Av. 64/ Rv. 63; Voglh. 1/III; Levinson IV-49a (ohne Helmdecke); Dav. 8087 A.
AR; 31,29 g.
Expl. Münz Zentrum Köln Auktion 98 (1999) Nr. 3008.

Original Sehr schön bis Vorzüglich

Sigismund liess auf Grund der umfangreichen Silbervorkommen aus der Ausbeute des Schwazer Silberbergbaus und mangels der geringen Rentabilität eigener Goldausprägung, die ersten Großsilbermünzen prägen. Mit der Wahl des Münzbildes wurden die neugeschaffenen Guldiner den umlaufenden gleichwertigen Goldstücken nicht nur namentlich angeglichen. Gewichtsgrundlage bildete die damalige Relation von Gold zu Silber mit 1:12. Die Thematik zuletzt zusammenfasssend festgehalten, von R. Rieder in: Der Tiroler Unzialis. 2015: „Der Innere Wert des Guldiners ... beinhaltet das 12-fache der Masse des Feingehaltes des Gold-Guldens und entspricht damit auch dem 10-fachen des seit 1479 breits 15-lötig geprägten Sechsers ..." Als eine der bedeutendsten „landmark coins" überhaupt, stößt diese erste datierte Großsilbermünze der frühen Neuzeit nicht nur bei Numismatikern auf größtes Interesse. Neuerdings finden die als „erste Silberunze (Unzialis)" zu sehenden Urstücke, quasi als Sahnehäubchen, Aufnahme in die gepflegteren Portfolios von Silberunzenanlegern.
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