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Kölner Münzkabinett
Auction 115  29 Oct 2021
Pre-sale bidding closes in
10 days 3 hr 0 min

Lot 374
  EUR
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Estimate: 15 000 EUR
Current bid: None
Minimum bid: 13 500 EUR

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RÖMISCHE KAISERZEIT
Traianus, 98-117 n. Chr. AV-Aureus 112-113 n. Chr., Restitutionsprägung für Augustus Rom Vs.: CAESAR AVGVSTVS DIVI F PATER PATRIAE, Kopf des Augustus mit Lorbeerkranz n. r., Rs.: IMP CAES TRAIAN AVG GER DAC P P REST, Krokodil n. r. RIC 819; Komnick 56.0; Woytek 854 (dieses Exemplar unter Nr. 4 genannt); Calicó 301. 6.91 g. von größter Seltenheit kleine Schlagspuren und Kratzer, sonst ss
ex Kölner Münzkabinett, Auktion 46, 1988, Los 2206

Der äußerst seltene Aureus ist Teil einer Serie Restitutionsmünzen, die Traianus um 112 n. Chr. herausbringen ließ. Die Emission unterscheidet sich deutlich von der regulären traianischen Münzprägung - alle Stücke kopieren Münzbilder der näheren und ferneren Vergangenheit. Bisher sind über 50 restituierte Denare, die republikanische Vorbilder imitierten, sowie über 20 Aurei, die Münzen des Prinzipats nachahmten, bekannt. Zu den vielfältigen Motiven der Serie zählen mythische und historische Figuren der römischen Geschichte, Darstellungen militärischer Erfolge Roms (wie im vorliegenden Fall die Eroberung Ägyptens), aber auch Götter sowie personifizierte Wertbegriffe bzw. Tugenden. Dabei ließ Traianus nicht strenge Kopien anfertigen. So wurden die Rückseiten stets mit der Legende IMP CAES TRAIAN AVG GER DAC P P REST versehen, der Stil der aktuellen Zeit angepasst und die Porträts der Vorderseite häufig dem des Traianus angeglichen. Nicht selten wurden Bildelemente verändert bzw. weggelassen oder verschiedene Prototypen miteinander kombiniert. Durch das Aufgreifen der alten Vorbilder, welche ganz bewußt gewählt wurden, stellte sich Traianus in die Tradition vorbildlicher Männer und Taten der römischen Geschichte. Vielmehr noch - die Serie visualisiert das Bestreben des "Optimus Princeps", die eigenen Taten und Tugenden als den End- bzw. Höhepunkt einer langen Tradition darzustellen.
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